Geborgenheit
Was bedeutet es, sich geschützt zu fühlen, ohne sich zu isolieren? Die Skulptur „Geborgenheit“ nähert sich diesem urmenschlichen Bedürfnis auf eine moderne, fast architektonische Weise. Das Holzrechteck ist sanft gewölbt – eine Form, die an einen schützenden Schild oder die schirmende Geste einer Hand erinnert. Inmitten dieser schützenden Barriere hat Daniel Bucur jedoch mit höchster Präzision symmetrische Kreise gesetzt.
Diese Durchbrüche sind essenziell für das Verständnis dieses Werkes: Wahre Geborgenheit erdrückt nicht, sie lässt den Blick frei. Die Kreise wirken wie Fenster zur Welt, die Licht und Luft hereinlassen, während die massive Holzstruktur den Rahmen für Sicherheit und Beständigkeit bildet. Bucur zeigt hier, dass Geborgenheit dort entsteht, wo wir uns behütet wissen, aber dennoch den Kontakt zur Umgebung wahren. Die Symmetrie der Ausschnitte vermittelt Ruhe und Ordnung, während die natürliche Wölbung des Holzes die organische Wärme der Natur bewahrt. In den Räumlichkeiten des Hotels am Stephansplatz fungiert dieses Werk als Symbol für den sicheren Rückzugsort, den ein Gast auf Reisen sucht – ein Ort, der Schutz bietet und gleichzeitig den Geist für neue Eindrücke offenhält.